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Digitale Sichtbarkeit für Kanzleien: Warum Marketing mehr ist als Werbung

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Veröffentlicht: 22. November 2025
Kategorie: Marketing, Medien & Kreativwirtschaft
Alexander Graf Marketing Rechtsanwalt

Die Marke Marketing Rechtsanwalt steht für gezieltes Kanzlei-Marketing und ist Teil der Alexander Graf Consulting e.U. mit Sitz in Wien. Geschäftsführer ist Alexander Graf (MSc.). Die Agentur begleitet Rechtsanwaltskanzleien bei Positionierung, Online-Marketing, Corporate Design sowie Multimedia-Projekten.

Kanzleien, die sich auf digitale Mandantenakquise und nachhaltige Markenbildung konzentrieren, sind die Zielgruppe. Dienstleistungen reichen von Website-Optimierung über Suchmaschinenmarketing bis hin zu Offline-Werbetechnik.

Interview mit Alexander Graf von Marketing-Rechtsanwalt

Herr Graf, wie sind Sie dazu gekommen, sich speziell auf das Marketing von Kanzleien zu fokussieren?

Ich habe in meiner Laufbahn schon sehr früh gesehen, wie stark sich Marketing und Vertrieb digital verändern – von meiner Position im Spezialvertrieb und danach im Marketing- und Salesbereich. Als ich dann die Beratungssparte aufbaute, habe ich erkannt, dass gerade Rechtsanwaltskanzleien oft eine enorme Expertise haben, aber ihre Außenwirkung und Positionierung nicht konsequent nutzen. Mit der Gründung von Marketing Rechtsanwalt wollte ich genau diese Lücke schließen: Kanzleien nicht nur technisch zu begleiten, sondern strategisch so aufzustellen, dass sie online gefunden werden und offline als Marke wahrgenommen werden.

Welche typischen Herausforderungen begegnen Kanzleien, wenn es ums Marketing geht?

Die häufigsten Themen sind: fehlende oder unklare Spezialisierung, eine Website, die zwar da ist, aber nicht mandantenorientiert gedacht wurde, und eine klassische Empfehlungskanzlei-Mentalität, in der man „sich nicht vermarkten will“. Heute suchen Mandanten über Suchmaschinen und Netzwerke – sie wollen sehen, was eine Kanzlei leistet und wie sie sich unterscheidet. Ohne starke Positionierung und digitale Auffindbarkeit fährt man heute schlicht zu knapp an der Zielgruppe vorbei.

Was sind die ersten Schritte, wenn Sie mit einer Kanzlei starten?

Wir beginnen mit einer klaren Analyse: Wer ist Ihre Zielgruppe? Wofür stehen Sie? Welche Rechtsgebiete sind Ihre Kernkompetenz? Dann folgt die Positionierung: Welche Botschaft kommt nach außen? Welche Marke entsteht? Im Anschluss legen wir den Fokus auf den Webauftritt – denn die Kanzlei-Website ist die zentrale Plattform. Eine gute Seite erfüllt nicht nur Design- und Technik-Ansprüche, sondern ist strukturiert, verständlich und suchmaschinenoptimiert. Danach folgen Maßnahmen, etwa in SEO, Content-Marketing oder Multimedia, um die Reichweite aufzubauen.

Sie bieten sowohl Online- als auch Offline-Leistungen an (z. B. Drucksachen, Videos) – wie wichtig sind parallele Kanäle?

Sehr wichtig! Auch wenn digitale Kanäle dominieren – offline bleibt relevant, insbesondere bei gehobenen Zielgruppen und Kanzleien mit lokaler Präsenz. Ein hochwertig gestaltetes Corporate Design, gedruckte Materialien, Roll-Ups oder Imagevideos transportieren Professionalität und Markenwert. Wir sorgen hier dafür, dass alle Kanäle zusammenwirken – online, offline, visuell, inhaltlich. Wichtig ist die Konsistenz in Ton, Design und Botschaft.

Welche Erfolge sehen Sie typischerweise nach sechs bis zwölf Monaten?

Man sieht oft steigende Besucherzahlen auf der Website, bessere Rankings bei relevanten Suchbegriffen, mehr qualifizierte Anfragen – nicht bloß Quantität, sondern Qualität: Mandanten, die besser passen zur Kanzlei. Zudem wächst die Markenbekanntheit: Die Kanzlei wird als Spezialist wahrgenommen, nicht nur als allgemeiner Dienstleister. Das führt häufig zu besseren Mandats-Strukturen und langfristigem Geschäftserfolg.

Welche Trends sehen Sie derzeit im Kanzleimarketing, auf die sich Kanzleien einstellen sollten?

Ein wesentlicher Trend ist: Sichtbarkeit über klassische Google-Suchanfragen hinaus. KI-gestützte Tools, Sprachsuche, lokale Suche – das verändert, wie Mandanten erreichen, was sie erwarten. Ebenso wird Content-Marketing wichtiger: Blogs, Podcasts, Videos – das Ziel ist, Expertise zu zeigen und Vertrauen aufzubauen. Schließlich gewinnt Authentizität an Bedeutung: Menschen wählen Kanzleien auch anhand von Persönlichkeit, Werte-Passung und digitaler Präsenz.

Wenn Sie eine Empfehlung geben müssten: Was sollte jede Kanzlei sofort angehen?

Beginnen Sie mit einem ehrlichen Blick auf Ihre Positionierung: Was können Sie besonders gut? Welche Mandanten wollen Sie? Dann stellen Sie Ihre Website auf den Prüfstand: Ist sie suchmaschinenoptimiert, übersichtlich, mobilfreundlich? Anschließend überlegen Sie, wie Sie Ihre Marke sichtbar machen – online und offline. Natürlich unterstützen wir dabei, aber jeder Schritt sollte bedacht und strategisch sein. Wer einfach nur „Werbung schaltet“, wird heute weniger Erfolg haben als jene, die gezielt auf Positionierung und Markenführung setzen.

Wir danken Herrn Graf für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg.

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